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Botanische Bezeichnung: Allium ursinum
Pflanzengruppe: Liliengewächse
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Beschreibung:
Der 20-30 cm hohe Blütenschaft, der aus kleinen, schlanken, 2-5 cm langen Zwiebel treibt, trägt eine größere Anzahl gestielter weißer Blüten. Sie sind anfangs von einem dünnhäutigen weißen Hüllblatt umschlossen, das aber bald abfällt. Der Geruch der Pflanze kann unerträglich werden. Die Frucht, eine dreifächrige Kapsel mit schwarzen Samen, die ebenfalls durch Ameisen verschleppt werden, reißt bereits im Juni oder Juli. Die Samen gelangen aber erst im März oder April des nächsten Jahres zur Keimung.
Anmerkung:
Als Besucher werden hauptsächlich Bienen, Hummeln und Fliegen festgestellt. Die Gattung Allium, die in zahlreichen Arten im Mittelmeerraum und in Westitalien verbreitet ist, hat uns auch 2 Kulturpflanzen geschenkt, den Knoblauch (Allium sativum) und die Zwiebel (Allium Cepa). Kühe fressen die frische Pflanze mit Begierde, wenn sie auf der Weide an die Pflanze gelangen können. Da aber die Milch durch eine solche Fütterung völlig ungenießbar wird, versucht man in den Gegenden, wo die Pflanze auf die Weiden übertritt, Überhandnehmung des Bärenlauchs zu verhindern. Die Pflanze wird auch Zigeunerlauch genannt. In einigen Gegenden wird sie auch Ramschel genannt, wie z.B. in Mittelthüringen, wo es bis in die 40iger Jahre ein Ramschelfest gab. Dabei wurden Wagen mit Bärlauch geschmückt, auf denen ein Ziegenbock, der Ramschelbock, mitgeführt wurde. Dem Bärenlauch wurde die Kraft zugeschrieben, das Vieh gesund zu halten und krankes zu heilen. In der Pharmazie wird das Kraut auch heute noch verwendet, vor allem bei Darmkatarrhen und zu hohem Blutdruck.
Pflegetipps:
Diese Pflanze lebt sehr gesellig, oft in so ungeheuren Mengen, daß der Waldboden zur Blütezeit wie beschneit aussieht. Besonders in feuchten Laubwäldern bildet sie riesige Massenbestände. Man kann den Bärenlauch in schattigen Partien größerer Gärten durchaus anpflanzen, wenn man zweierlei beachtet: Im Juni zieht die Pflanze ein und hinterläßt kahle Stellen. Der Bärenlauch kann sich so vermehren, dass er zum Unkraut wird. Außerdem, wenn man den Bärenlauch nicht sieht, riecht man ihn.
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