Allgemein:
Regenwasser sammeln um Reserven für die
trockensten Wochen des Jahres zu haben. Mit der Hacke die oberste Erdschicht
lockern, so hält sich die Feuchtigkeit nach dem Giessen länger im Boden, und
Wurzelschäden werden vermieden. Mulch kontrollieren und Lücken schließen. Den
Garten "urlaubsfit" machen, rechtzeitig um Betreuung kümmern.
Gemüse:
Zweite Halbzeit im Gemüsegarten, also an
Folgesaaten denken: Blattsalat, Rettich, Radieschen, Kohlrabi, Wirsing, Spinat,
Buschbohnen.
Jetzt ist Pflanzzeit für Endivien,
Radicchio, Grünkohl, Blumenkohl, Knollenfenchel. Kohlpflanzen, vor allem bei
Blattaufhellung, mit Volldünger versorgen. Kräuter ernten, vor der Blüte ist der
beste Zeitpunkt, um Oregano, Thymian, Salbei, Estragon, Bohnenkraut und
Pfefferminze zu konservieren. Tomaten stickstoff- und kalkbetont düngen, für
guten Geschmack und Haltbarkeit. Zuckerhut Anfang Juli auf dem Fensterbrett
anziehen und die Setzlinge Anfang August auspflanzen. Buschbohnen mehrmals
durchpflücken, zu spät geerntet werden sie pelzig. Zweijährige Kräuter und
Winterkräuter säen, etwa Petersilie, Kümmel, Brunnenkresse, Salatrauke oder
Löffelkraut. Lauch anhäufeln, damit die Schäfte weiß und zart bleiben.
Gemüsesamen, etwa von Spinat und Feldsalat, für die Folgesaat ernten. Rhabarber
reichlich düngen und gießen, ebenso Tomaten und Gurken. Stabtomaten regelmäßig
ausgeizen, nachbinden und evtl. düngen. Gurken unter Glas wiederholt mäßig
düngen. Rote Rüben für den Herbst säen. Späte Bohnen bis Mitte Juli ausgesät,
bringen im Herbst eine gute Ernte. Ab Mitte Juli Wintergemüse säen wie
Feldsalat, Endivie, Spinat, Rettich, und im August auspflanzen.
Bei Tomaten regelmäßig Achseltriebe entfernen.
Obst und Beeren:
Kirschen richtig ernten: Süßkirschen
mit, Sauerkirschen ohne Stil. Weintrauben ausdünnen, damit die restlichen
Trauben größere Beeren tragen. Von Schädlingen befallenes Fallobst aufsammeln,
um Ansteckung zu vermeiden. Nach der Ernte Beerensträucher auslichten: alte
Triebe am Boden abschneiden, abgeerntete Zweige kürzen, damit sie aus frischen
Knospen neu austreiben. Sauerkirschen nach der Ernte auf kräftige Jungtriebe
zurückschneiden, störende Langtriebe einkürzen. Bei Apfelbäumen Wellpappegürtel
kontrollieren, Larven und Puppen des Apfelwicklers absammeln. Ende Juli ist die
beste Pflanzzeit für Erdbeeren. Damit ältere Erdbeeren weiter gut tragen, alle
Ausläufer entfernen. Bei einmal tragenden Himbeeren die Ruten nach der Ernte
abschneiden. Erdbeernachwuchs ziehen: Ausläufer mit Wurzeln in kleine Töpfe
pflanzen, gut angiessen, mit Vlies gegen Verdunstung abdecken, an einem
schattigen Platz abstellen und ab Anfang August auspflanzen. Pflaumen ernten,
wenn die ersten gesunden Früchte abfallen.
Ziergarten:
Verblühtes bei Sträuchern und mehrjährigen krautige Pflanzen ausschneiden; Zweijährige (früh im Juli) aussäen:
Stiefmütterchen, Maßliebchen, Goldlack, Bartnelke, Stockmalve; ab Mitte Juli
Vergissmeinnicht, Fingerhut, Königskerze, Nachtkerze, Nachtviole aussäen.
Dicke Iris-Wurzeln in Teile schneiden und
vermehren. Erste Mahd der Wildblumenwiese. Boden in Blumenbeeten hacken und
lockern. Nach Beendigung der zweiten Vogelbrut sommergrüne Hecken schneiden.
Spärlich blühende Seerosen mit Spezialdünger versorgen. Rasenschnitt: Intensiv
genutzten Rasen einmal pro Woche, weniger genutzten Rasen alle 3-4 Wochen mähen;
höchstens 4 cm tief schneiden, um vor Austrocknung zu schützen. Wasserstand im
Gartenteich kontrollieren, evt. nachfüllen. Verblühte Stauden kräftig
zurückschneiden und düngen, sie blühen dann ein zweites mal.
Pflanzenschutz:
Schwarze Johannisbeeren gegen Rost
behandeln. Rhododendron auf Befall durch Wanzen, Rosen auf Rosenblattwespe
kontrollieren. Bei feuchtem Wetter Tomaten und Kartoffeln gegen Fäule behandeln,
Tomaten vor Regen schützen, untere Blätter entfernen und notfalls Blattläuse und
Weisse Fliegen bekämpfen.
Zweite Runde für Mangold & Co.
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Gemüse: Zweite Runde für Mangold &
Co.
Wer im Juli und August Mangold und Salate
neu aussät oder Jungpflanzen nachsetzt, kann bis in den Winter hinein frisches
Gemüse ernten. Hier einige Tipps für späte Sorten:
Da wäre zunächst einmal die große
Familie der Kohlgewächse: Brokkoli kann noch bis Mitte Juli gepflanzt werden.
Für späte Blumenkohlsorten, Kohlrabi, späten Wirsing und den rustikalen,
besonders vitaminreichen Grünkohl, bleibt sogar noch bis Ende des Monats Zeit.
Während Blumenkohl, Kohlrabi und Brokkoli zu den eher wärmebedürftigen Kohlarten
zählen, können geeignete Sorten von Chinakohl, Weiß- und Rotkraut bis spät im
Jahr im Garten bleiben. Grünkohl, Wirsing und Rosenkohl überstehen selbst
kräftige Fröste. Grünkohl wird übrigens durch Minusgrade besonders
schmackhaft.
Kohlarten lassen sich problemlos selbst
anziehen, doch jetzt gibt es auch reichlich Setzlinge beim Gärtner oder auf dem
Wochenmarkt. Chinakohl kann jetzt noch selbst ausgesät werden. Im Juni und Juli
sollten Sie besonders auf den Befall mit Kohlfliegen achten, denn jetzt
entwickelt sich die zweite Generation dieser gefährlichen Schädlinge. Am besten
ist es, sofort nach dem Pflanzen Schutznetze auszulegen, damit die Kohlfliegen
ihre Eier gar nicht erst ablegen können.
Auch Buschbohnen können Sie in der
ersten Juliwoche noch einmal nachsäen. Gleiches gilt für Radicchio und
Endiviensalat. Pflück- und Kopfsalat ist noch bis Ende Juli Zeit, bei Kopfsalat
gibt es spezielle Herbstsorten. Eine leckere Alternative zu den üblichen Salaten
ist Ruccola (Salatrauke) mit seinem nußigen Aroma (Aussaat bis Anfang/Mitte
September).
Für Zwischen- bzw. Spätkulturen gut
geeignet sind auch Spinat- Herbstsorten. Sie können von August bis September
direkt ins Beet gesät werden, und sind schon nach wenigen Wochen erntereif.
Ebenso im Juli noch gesät werden darf Mangold: Ein recht robustes Blattgemüse,
das leichten Frost aushält und in klimatisch günstigen Regionen sogar
überwintern kann.
Auch späte Radieschen-Sorten haben jetzt
noch Saison, ebenso weiße Herbstsorten des Rettich und die besonders gut
lagerfähigen schwarzen und blauschwarzen Wintersorten. Sehr gut kälteverträglich
ist natürlich auch Porree (Lauch), dessen winterharte Sorten von Juli bis August
gesetzt werden. Für möglichst lange, weiße Schäfte pflanzt man die Setzlinge
etwa 10 bis 15 cm tief ein oder häufelt sie mit Erde an.
Schnecken - eine üble Plage
Die Invasion der Nacktschnecken bringt
selbst den tierfreundlichsten Gärtner zur Raserei. Gefährdet sind vor allem
Jungpflanzen und Sämlinge. Eine einzige Nacktschnecke kann in einer Nacht aber
selbst einen ausgewachsenen Kopfsalat komplett vernichten. Wir haben für Sie
einige der bewährtesten Methoden zur Bekämpfung von Weg- und Ackerschnecken
zusammengestellt.
Zunächst sollten Sie den Nacktschnecken
das Leben möglichst schwer machen, und sie daran hindern, zu den Gemüsebeeten zu
gelangen. Schnecken überqueren ungern trockenes Terrain, denn dabei kriechen sie
auf ihrem eigenen Schleim und verlieren Feuchtigkeit. Die Beete sollten nicht in
direkter Nachbarschaft zu schattigen Gartenpartien wie Hecken liegen, und der
Komposthaufen möglichst weit von den Nutzflächen entfernt angelegt werden.
Zusätzlich werden die Gemüsebeete vom übrigen Garten durch Plattenwege getrennt.
Umranden Sie Gemüsebeete mit Holzhäcksel, Sägemehl, Split oder scharfem Sand und
halten Sie den Rasen in der Umgebung der Gemüsebeete und Blumenrabatten
möglichst kurz. Wässern Sie den Rasen in den frühen Morgenstunden, abends
beregnete Rasenflächen sind ideale Wanderwege der Schnecken zu den Beeten.
Rasenschnitt gut antrocknen lassen, bevor er zum Mulchen benutzt wird. Regelmäßiges Harken der Beete sorgt für feinkrümelige Bodenstruktur ohne Löcher
und Spalten, in denen Nacktschecken sich tagsüber gern verkriechen. Gemüse nicht
flächendeckend, sondern, möglichst am Morgen, gezielt im Wurzelbereich gießen.
Neu gesetzte Jungpflanzen lassen sich schützen, indem man oben und unten
abgeschnittene Plastikflaschen darüber stülpt. Bei der Erstsaat im noch
unbepflanzten Beet kann man neben die Kulturreihen für Schnecken besonders
leckere Köderpflanzen säen, etwa Gelbsenf oder Kresse. Wirksam sind auch
bestimmte Düngemittel wie Kalk und Holzasche, die während der schneckenreichen
Jahreszeit ohnehin in den Salat und Gemüsekulturen ausgebracht werden sollten.
Allerdings wirken solche Barrieren nur, solange sie trocken sind oder nach Regen
an der Oberfläche rasch wieder abtrocknen.
Weitere Methoden:
Abends die Schnecken ködern: Geeignet
sind Mischungen aus Weizenkleie und vorgequollenen Katzen- oder Hundebisquits,
Kartoffelscheiben oder Salatblätter. Gut bewährt für den Schutz besonders
gefährdeter Gartenbeete und Anpflanzungen über das ganze Jahr haben sich
Schneckesperren.
Bei Bierfallen ist die Meinung recht
geteilt: Mancher schwört darauf. Andere sind der Meinung, dass man damit
Schnecken von weither anlockt. Deshalb sollte man Bierfallen nur in von
Schneckenzäunen geschützten Gartenbereichen aufstellen. Einfache Plastikbecher
eignen sich weniger, denn Schneckenfallen müssen mit einem Regenschutz
ausgestattet sein. Der Nachteil aller Köder-Methoden: Die Schnecken müssen,
möglichst alle paar Stunden, mit Schneckenzangen eingesammelt und vernichtet
werden. Bei aller Abneigung sollte man die Tiere trotzdem möglichst schmerzlos
töten: Sehr schnell sterben Nacktschnecken in einer konzentrierten
Kochsalzlösung.
Wer Nacktschnecken biologisch bekämpfen
will, kann es mit Nematoden probieren. Nematoden sind winzige
Fadenwürmer, die in der Gartenerde vorkommen. Eine spezielle Gattung greift
aktiv Nacktschnecken an und infiziert diese mit tödlich wirkenden Bakterien.
Etwa drei Tage nach der Infektion vergeht den Schnecken der Appetit, nach rund
sechs Tagen sterben sie, wobei sie sich in den Boden zurückziehen. Das
"Killerkomando" sollte etwa vier Tage vor der Aussaat oder Neupflanzung abends
auf der gut vorgewässerten Pflanzfläche ausgebracht werden. Im Gartenfachhandel
gibt es Nematoden-Konzentrate, die, mit Wasser verdünnt, in einer Gießkanne
ausgebracht werden. Der behandelte Boden darf zwei bis drei Wochen nicht
austrocknen. Die Wirkung hält rund sechs Wochen vor; bei der Ackerschnecke
genügt die normale Dosierung, bei der größeren Wegschnecke sollte die
Aufwandmenge verdoppelt werden. Genau die Gebrauchsanweisung beachten, denn nur
die richtige Anwendung führt zum Erfolg. Schnecken haben einen sehr feinen
Geruchssinn, und können bestimmte Pflanzen nicht leiden. Eberraute,
Duftsteinrich, Eisenkraut, Nelken, Kreuzkraut, Kapuzinerkresse, stark duftende
Kräuter (Thymian, Salbei, Lavendel), Akelei, Schleierkraut, Ehrenpreis,
Schwertlilie, Farnkräuter, Phlox, Staudenwicken, Frauenmantel, Flockenblume,
Goldrute, Storchschnabel, Heiligenkraut, Schafgarbe, Pfingstrose vertreiben oder
halten sie fern.
Nur, wenn alle natürlichen Methoden
versagen, sollte man Schneckenkorn streuen. Das wirkt radikal, leider auch bei
Weinberg- und andere Gehäuseschnecken, zu deren Lieblingsspeisen die Eier der
Nacktschnecken gehören. Das Schneckenkorn sollte unbedingt für Nützlinge, vor
allem Igel und Vögel, unschädlich sein. Unbedenklich sind Präparate auf der
Basis von Eisenphosphat, vor allem "Ferramol"- Schneckenkorn. "Ferramol" hat
weitere, entscheidende Vorteile: Es ist regenfest, die Schnecken schleimen nicht
aus und vergraben sich vor ihrem Tod, so dass keine Kadaver beseitigt werden
müssen.
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