Pfingstrose



Botanische Bezeichnung:
Paeonia

Pflanzengruppe:
Hahnenfußgewächse



Beschreibung:
Neben einigen gartenwürdigen Wildarten gibt es eine Vielzahl an Kreuzungen mit Sortennamen. In den USA entstanden in den letzten 50 Jahren wahrhaft phantastische Sorten, die allmählich auch in europäischen Gärten zu finden sind. Ihre Farben sind neu und ungewohnt: strahlendes Rot, Rosa ohne blaustich, pastellige Gelb und Korallentöne.

Anmerkung:
Der botanische Name Paeonia officinalis drückt aus, dass die Pflanze vor allem für medizinische Zwecke genutzt wurde. In alten Schriften, teilweise aus vorchristlicher Zeit, ist nachzulesen, dass sie eine von Aberglauben umwitterte Heilpflanze war. Es gab Ketten, Amulette, alkoholische Auszüge für geplagte Gichtleidende, Gebärende und zahnende Kinder. In seinem berühmten Kräuterbuch von 1597 empfiehlt John Gerard in Wein gelegte Samenkörner der Pfingstrose gegen Alpdruck und Melancholie. Mehr noch als die Strauch- oder Baumpaeonie, deren Triebe nicht alljährlich absterben, sondern verholzen, erwies sich die staudige Chinesische Pfingstrose für das Abendland bedeutsam. Die ersten Gartenformen beider Arten kamen erst Ende des 18.Jh. nach Europa. Besonders in Frankreich entstanden in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts jene so berühmten Paeoniensorten mit dem Rosenduft.

Pflegetipps:
Ob nun strauchig oder staudig, Paeonien sind winterharte, robuste Gartenpflanzen. Haben Pfingstrosen den rechten Platz, dann können sie alt wie Methusalem werden. Einen nahrhaften, gut drainierten, eher lehmigen als sandigen Boden und Sonne brauchen sie zum Wohlergehen. Die beste Pflanzzeit ist der Herbst, wenn die Wurzeln neu zu wachsen beginnen . Lockern sie die Erde am Pflanzplatz tief und mische sie etwas phosphathaltiges Knochenmehl der Erde bei. Pflanzen sie flach, das heißt, bedecken Sie die Triebknospen nur 3-5 cm hoch mit Erde.
Tipps & Topps